Kategorie: Belletristik
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„Der Prosazyklus „Todesarten“, der das Schreiben ihres letzten Lebensjahrzehnts beherrschte, legt wie kaum ein anderes Werk dieser Generation die inwendigen Verbindungen von faschistischen Erbe und einer latenten Gewaltbereitschaft des Einzelnen in demokratischen Gesellschaften offen. Dass der Krieg zwischen den Geschlechtern und Rassen sich nicht nur auf den offen erklärten Krieg beschränkte, sondern gerade im vermeintlich…
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“ Ich reiste umher und identifizierte mich Abend für Abend mit dem reizvollen Gedanken einer allgemeinen Destrukturation und, zugleich, eines Neuaufbau.“ Was das Leben kostet – Deborah Levy
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„ich will das künftige Leben leben, da soll es Kekse, Marmelade, Schokolade geben, und dass man immer auf dem Feld an Bäumen vorbei spazieren gehen kann.“ “ Ich will gewöhnlich leben, mit Glück. Darüber hinaus gibt es nichts zu sagen.“ Die glückliche Moskwa – Andrej Platonow
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“ Das ist sie die Freiheit! Hatten wir sie uns so vorgestellt? Wir waren bereit für unsere Ideale zu sterben. Dafür zu kämpfen. Doch dann begann ein Leben wie bei Tschechow. Neue Träume: ein Haus bauen, ein schönes Auto kaufen, Stachelbeeren Pflanzen. Die Freiheit entpuppte sich als Rehabilitierung des Kleinbürger Tims, das im russischen Leben…
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Kindheitserinnerungen: mittendrin. Dicht, emotional, wie herangezoomt. Die Bilder graben sich ein. Bankgebäude, Putzwagen, Mondlicht. Oder: Huhn zahm Federn Tod. Die Mutter singend. Wenn etwas gut ist , liegt darüber die Gewissheit, dass es jederzeit auch nicht gut sein kann. Oder das das was gut ist unweigerlich nicht gut wird. Ruhige Szene endet auch in diesem…
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Atlas Shrugged von Ayn Rand “ Der fremde Deutsche“ Thomas Podhostnik H.G. Wells : Krieg der Welten Das Vaterspiel/ Josef Haslinger Dr. Faustus/ Thomas Mann Das Eis-Schloß Tarjej Vesaas Reingelesen: Imre Kertesz “ Letzte Einkehr“ Warlam Schalamow: „Über Prosa“ “ Der Ursprung“ Ayn Rand/abgebrochen „Die Gefangene“ Marcel Proust Thomas Podhostnik: Frame Terezia Mora: Fleckenverlauf
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„Ab jetzt ist Ruhe“ von Marion Brasch. Rechteckige Häuser, gerade Straßen, Sülze, Wochenaufbewahrung- bekannte Materie. Das Intellektuellenmilieu in dem sich bald alle Braschkinder bewegen-unbekannte Materie. „Fleckenverlauf“ von Terezia Mora begonnen. Präzise, schnörkellose Sprache. „Nicht sterben“ gehört zu meinen Lieblingsbüchern. Das ich Kertesz parallel lese macht es doppelt interessant. Mora bezieht sich auf „Letzte Einkehr.“ Proust:…
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Zum Vaterspiel/Josef Haslinger Da wo die Judenverfolgung in Litauen thematisiert wird, wird es unerträglich dicht.