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Kategorie: Belletristik
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Gesehen/Gehört: Eloise/Akademien am Theater/Kinderoper/Jenkins (richtig Klasse) „Frau ohne Schatten“/ Opernhaus Gesehen TV: Basquiat Pasolini/Matthäusevangelium Gehört: Matthhäuspassion Johannespassion Entdeckt: Louise Bourgeois/Bildhauerin Gelesen: Deborah Levy/ Was das Leben kostet Frau ohne Schatten /Hoffmannsthal Getan: Osterfeuer mit vielen Nachbarn Osterspaziergang am Lanker See geplant: Eloise /mit der ganzen Familie
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„Was wäre“, frage ich den Gatten zu mitternächtlicher Stunde, wenn ein Teil der ostdeutschen Seele geprägt ist durch die Abwesenheit der Eltern. Also Wut durch Mangel oder so.“ Vorher hatte ich „Mit der Faust in die Welt schlagen“, gelesen. Interessante These“, erwidert der Gatte. “ Ich lese: „Die Gewitterschwimmerin“. Tag der Einheit, ein Anlass um…
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„Meine ersten Narrative waren die der Repression. Wir reden von den 70er und 80er Jahren des 20. Jahrhunderts. Oberflächlich betrachtet, war der real existierende Sozialismus die Ursache für die Enge in allem, doch hinter/unter/neben dieser Tyrannei wirkte ein ganzer Komplex „mehrerer durchweg autoritärer Systeme…Jedes dieser Systeme befand sich zu meiner Zeit bereits in der Auflösung,…
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Gestern. Er stand da, drehte sich um. Vielleicht war es die Art der Kleidung oder wie er sich bewegte, vielleicht war es der Blick oder die Form der Energie. Es ist egal was es war, es weckte Erinnerungen, ließ Sequenzen in schwarz -weiß vor mir ablaufen. Kühl war es, die Sonne versuchte sich Bahn zu…
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“ Sie ist dreißig und weiß immer noch nicht, was gut oder schlecht für sie ist. Das Mädchen April, aufgewachsen in desolaten Verhältnissen, die zu einem Heimaufenthalt führen, ist im dritten und letzten Teil der Romantrilogie von Angelika Klüssendorf erwachsen geworden. Mit ihrem elfjährigen Sohn lebt sie in Berlin. Bei der Lesung aus ihrer Untergrundmappe…
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Eine Geschichte vom Aufwachsen in prekären Verhältnissen. Eine Geschichte von Verwahrlosung, Ausgeliefertsein, Instabilität und Resilienz. Was wäre aus dem Mädchen geworden, wenn sie das Lesen nicht für sich entdeckt hätte? Eine zähe, katzenhafte Stärke geht von der Protagonistin aus. Sie hält diesem Leben ihren Willen entgegen, zu überstehen. Ein trotziges trotzdem, dass sich realen und…
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Greenwell besticht mit sprachlicher Schönheit und Melancholie. Introspektion. Eine Geschichte über eine Liebe, die käuflich erworben, keine Liebe sein kann. Ein Roman über unterschiedliche Ausgangspositionen und Chancen im Leben. Der Amerikaner der ein relativ gutes Leben in Sofia führt und Mitko für Sex bezahlt, der mit zwanzig Jahren am Ende seines Lebens angekommen ist, seinen…
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Ein Mann Ende vierzig, redaktioneller Mitarbeiter beim „Tag“, ansässig in Hamburg, gerät in eine Krise. Spaziergang an den Landungsbrücken, hin zum Michel, der Hafencity und dem Hauptbahnhof. Am Hauptbahnhof sieht Raimund seine Jugendliebe wieder. Sie sprechen nicht miteinander, aber er beginnt ihren Weg zu verfolgen. Beschreibung einer Midlifecrisis. Erstarrung, Interesselosigkeit, Ausharren, Unbeweglichkeit. Das Leben wie…
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Diese Nacht ging ich in eine dunkle Nebenstraße um die Ecke. Da legte sich mein Schatten in meinen Arm. Dieses ermüdete Kleidungsstück wollte getragen werden. Und die Farbe nichts sprach zu mir „Nelly Sachs“
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„Verallgemeinerungen, starre Einstellungen, summarische Urteile sind tödlich. Eine gute Biographie ist die Aufzeichnung dessen, was sich ändert, nicht dessen, was geschieht. Allmählich, unmerklich werden wir andere. Denn ein Ich, das sich ständig ändert, ist ein Ich, das weiterlebt. „Es mag zutreffen, dass Freunde zum Teil gewählt werden, um ein Leben zu leben, das wir in…