Lesen und Alltag

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Der Zenit ist überschritten. Ich richte mich in Provisorien ein. Leidenschaftlich lesend, reisend, lebend.
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  • Demaskierung – intensiv

    November 1, 2025

    Das Theater Augenblicke gab Edward Albees Stück eine Tiefe, dass man stellenweise vergaß zu atmen.

    Das Ambiente des Maritim Hotels ( Kiel) umrahmte die bröckelnde Fassade des Zusammenlebens stilvoll.

    Grandios gespielt, klug in Szene gesetzt, ein Hotel, ein Stück, eine Demontage.

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  • Bora

    Oktober 31, 2025

    In der Nacht ein halber Mond.

    Hängt schräg über der Hafenstadt.  Ein rotgoldenes Ahornblatt wehte mir vor die Füße. Ich hob es auf, betrachtete es, gab es dann dem Wind zurück. Er trug es über die Förde und setzte es auf einer Jolle ab.

    Der Wind erzählte Geschichten von unterirdischen Städten; und Booten, die zwischen Asien und Europa hin und herpendelten, erzählte von der Sehnsucht Nazim Hikmet’s ( Leben einzeln und frei) und winzigen Teegläsern.

    Einmal kaufte ich  einen Egmektisch und brachte die Flughafenschalterbeamtin damit zum lachen.  ( 2001)

    Der Mensch ist aus Brot, Licht und Sehnsucht gemacht- schreibt Hikmet.

    A ist da weitaus skeptischer. Gibt kein richtiges Leben im Falschen murmelt er. Die Frage nach dem richtigen Leben bleibt.

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  • Oktober 26, 2025

    Kanadagänse ziehen vom See herüber zum Futterplatz. Ich stehe an der Bushaltestelle und fröstle, während der Wind durch den Morgen tobt.

    Wahrheit entsteht in der Zerrissenheit. Der Wind weiß das, zieht es aber vor zu ätzen. Grüne E- Scooter, ein Einbahnstraßenschild, nichts ist vor ihm sicher. Ein Ampel blinkt nervös in Gelb. Ich fahre zur Schicht, fröstelnd an der Bushaltestelle im Herbstwind, die Moralia in der Tasche.

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    Oktober 24, 2025

    Der innere DJ legt dazu Musik aus einem untergegangenen Land auf.

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    Oktober 24, 2025

    „Wähntest du etwa, ich sollte das Leben hassen, in Wüsten fliehen, weil nicht alle Blütentraüme reiften?“

    Ich sehe J.  noch vor mir, dreißig Jahre ist das her, auf der Treppe unterm Dach Prometheus deklamierend. Draußen das Pfeifen einer Lokomotive. Herbstag.

    Damals erschien alles noch möglich. Immer, wenn ich mich frage, warum mir dieser Morgen so in Erinnerung blieb, dachte ich, dass es die Rebellion war, das Sich- Auflehnen gegen die Götter, der Trotz.

    (28)

    Die mützenfalterin schreibt in ihrem Text, von Magnolienblüten die zur falschen Zeit aufgehen, von einer Lehrerin, die mit einer unbedachten Bewertung den Fluss zum stagnieren brachte. Und von Leonhard Cohen, der einen Gegenzauber singt.“ Don’t listen to me.“

    Es ist einer dieser Herbsmorgende die ich so liebe. Der Wind fährt den Pappeln durch das Haar, der Kaffeeduft verströmt sich.

    Die Blütenträume reiften nicht nicht, sie reiften anders.

    Wind in den Pappeln.

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  • Einstürzende Neubauten – Engel der Geschichte

    Oktober 22, 2025

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  • Rüttelflug

    Oktober 22, 2025

    Helle Aufregung in den Laubbäumen.

    Amsel, Rotkehlchen, Buchfink und Dohle – alle warnen vor etwas -das ich noch nicht sehe.

    „Schau nicht nach vorn, schau nach oben“, sagt Merlin.

    Dann sehe auch ich es:. Ein Bussard im Rüttelflug unter bleiernen Wolken.

    Ich schließe die Balkontür. Die Spatzen haben aufgehört zu tschilpen, als wüssten sie, dass Schweigen manchmal die klügere Strategie ist.

    „So krass, dass die alles rosarot sehen“, sage ich, während sich Bartok über das Zimmer legt und der Duft von brasilianischem Kaffee sich mit Vanille mischt.

    Ich höre -Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta ( 1936)

    Lese: “ Das Kunstwerk im Zeitalter seiner Reproduzierbarkeit“/ Walter Benjamin

    ( Danke;)

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  • Expedition – 5- ( Die Holländerinnen)

    Oktober 17, 2025

    Der Engel der Geschichte fällt rückwärts- in die Zukunft- von wem ist das?

    Ich folge den Pfaden Leskows, später lese ich über Walter Benjamins Erzähler. Darüber, dass der Tod das Ende eines Lebens markiert und es in die Geschichte einbettet. Es ist das zweite Mal, dass ich ein System zusammenbrechen sehe.

    Vielleicht sehe ich auch Parallelen, wo keine sind.

    Meiner jetzigen Lektüre liegt:  “ Die Holländerinnen“ zugrunde. Ich lese nicht um zu entspannen.

    Früher Morgen. Ich höre die H- Moll Messe. Bach zum Aufstehen. Koche Kaffee. Viel zu süß, viel zu bitter, schütte Backkakao in Haferflocken, füge Heidelbeeren hinzu.

    Später.

    Die Dohlen erzählen in den Bäumen, noch ist es nicht hell. Unter bunt belaubten Platanen führt der Weg. Sie ( die Platanen)  funkeln im Licht der Straßenlaternen.

    Zuhause haben Rotdrosseln übernommen, Nebel und Saatkrähen auch.

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  • Oktober 14, 2025

    Sind es apokalyptische Reiterinnen die   in einer Straße New Yorks auftauchen? Warum haben sie ihre Gesichter verdeckt? Aschekreuze auf den Gesichtern alter Frauen, rebellische Mägde, ein Toter in der U- Bahn.

    Penelope webt ihren Text und trennt ihn in der Nacht wieder auf.

    Ich lese: “ Die Holländerinnen“ zum zweiten Mal. (Am Ende angelangt, sofort wieder an den Anfang gesprungen- wie vor einem Jahr mit den Projektoren)

    Der Himmel wolkenverhangen. Kein Wind weht, kein Vogel singt.

    Die Standuhr tickt, gleichmäßig und tief. – Die Menschen kehren ins zerbombte Gaza zurück. Trotzdem bekam Trump den Friedensnobelpreis nicht.

    Die Bürgergeldempfänger sind entlarvt. 

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  • Oktober 10, 2025

    „Die Kunst des Erzählens geht zu Ende“, schreibt Maximilian Bock in : „Der Erzähler Walter Benjamins.“

    Ich lese im Bus. Auf dem Weg zur Schicht.

    Ich frage mich, ob nicht auch die Kunst des Lesens im Abnehmen begriffen ist. Die Fähigkeit, komplexen, tiefgründigen Erzählungen zu folgen.

    Meine Lesefähigkeit ist schon lange nicht mehr das was sie mal war.

    „Die Holländerinnen“ ist kein Roman den ich auf dem Weg zur Schicht lesen kann. Aber ich werde unglaublich belohnt, wenn ich mit Zeit und Muße der Erzählung folge.

    Das erinnert mich an „Die Projektoren“ von Clemens Meyer.  Oktober 2024.

    ——————

    Wind in den Bäumen. Die Stadt ist in  Unruhe.

    —

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