Tante Leonie ist durch Bettlägerigkeit und Hypochondrie zur Inaktivität gezwungen. Sie lebt ein Leben in „angenehmer Einförmigkeit“. Es sind nicht die großen Sinnfragen die sie sich stellt, sondern seit Tagen plagt sie die Frage, ob Madame Goupil es noch geschafft hat rechtzeitig in der Kirche zu sein.
Ihre Tage sind erlebnisarm.
„Nicht, daß sie nicht manchmal nach einer großen Veränderung verlangt und ihre Ausnahmestunden gehabt hätte, in denen sie nach anderem als dem Bestehenden lechzte; Menschen, die aus Mangel an Energie oder Einbildungskraft in solchen Augenblicken nicht imstande sind, aus sich selbst den erneuernden Impuls zu ziehen.“
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Der Duft von Weißdorn und Linde. Es ist Mai.
Bedeckter Himmel und kühlere Temperaturen.
Am Fluss : stahlblaue Libellen, Schwalben, gelbe Schwertlilien, der Geruch von gemähtem Gras. Holunder beginnt zu blühen. Die Luft feucht und schwer. Der Wald ein Marktplatz.
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19.8.2024: Deutlich kühler als in den vergangenen Tagen. Auf der Veloroute steigen die Fahrradfahrer ab, um sich ein paar Brombeeren aus den Büschen zu pflücken.
Alles ist in Veränderung begriffen. Nichts ist statisch.
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