Alles was mit Gilberte zusammenhängt, ist für Marcel von größter Bedeutung. Swann, der nun hier als Vater von Gilberte auftaucht und Odette Mutter Gilbertes, sind für Marcel magische Wesen. Ein Regenschirmkauf von Marcels Mutter ist Ereignis des Tages, weil sie bei diesem Stadtgang Swann traf und nun Marcel davon erzählt.

Marcel unterscheidet Gilberte in treu und frivol. Frivol ist sie, wenn sie nicht zum gemeinsamen Spiel in die Champs Elysee kommen kann. Marcel stellt aber bereits im nächsten Satz fest, würde sie ihn lieben, würde er ihr Wegbleiben anders bewerten.

Marcel sieht Gilbert durch den Filter seiner Emotionen.

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Es wird schwieriger Proust zu lesen. Morgens überfliege ich die Seiten, widme mich dann dem Essen kochen und dem Haushalt. Endlossätze, Zeitsprünge, Introspektionen. Es überfordert mich. Der Himmel ist bedeckt. Temperaturen um die zwanzig Grad.

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4 Antworten zu „Proust lesen Tag 29 – Marcels Bildnisse von Gilbert – Unterwegs zu Swann“

  1. Avatar von Bert
    Bert

    Mit der Zeit gewöhnt man sich etwas an die Bandwurmsätze. Die revedierte Fassung von Lucius Keller ist da echt zu empfehlen, sie liest sich wirklich bedeutend besser – ist halt etwas teuer, ich weiß.

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    1. Avatar von Xeniana

      Ich hab jetzt umgewechselt:)

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  2. Avatar von gkazakou

    Vielleicht hilft dir das außerordentlich anregende und witzige Buch von Alain de Botton „Wie Proust hr Leben verändern kann – Ein Anleitung“ (Fischer Taschenbuch 2003), besser zu verstehen, was es mit Proust und der Proust-Lektüre auf sich hat? Ich kann es wärmstens empfehlen.

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    1. Avatar von Xeniana

      Ja das habe ich irgendwie auch schon mal gelesen. Gute Idee!

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