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Kategorie: Alltag
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Begegnung unterwegs: Ihre Worte fielen wie Glasperlen auf den Boden. Unversehrt. Vom Widerstand des Bodens kaum berührt, federten sie ab, tanzten quirlig im Sommerwind. Krien schreibt : schicksalsfremd. ( Nur in diesem Moment, alle weiteren vermag ich nicht zu beurteilen) Uns alle hatte dieser Wind gestreift. Der mit Pesthauch Schwärze versenkt. Die neue Sprache, die…
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Vertrauen, Entscheidungen Die Welt ist ein wilder Ort. Der Versuch zu navigieren. Den Beginn hast du nicht in der Hand. Aber sehr schnell beginnt das Neugeborene den eigenen Weg zu finden. Es lernt ununterbrochen. Der Weg zum Krabbeln, zum Sitzen, zum ersten Schritt, ersten Wort. Der Weg zum Nein! zum Ja, das sich einfinden in…
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Ja sagt sie, aber was du nicht weißt: Vielleicht kann man auf Dachterrassen nicht mehr schlafen, weil der Mammon sie sich geholt hat. Was ich dir erzähle: Man wird auf ihnen tanzen. Und vielleicht genügt das Geld dann auch nur für ein Zimmer im Hostel, Eintritt in Clubs, ein paar Drinks, Spaghetti mit Pesto. Der…
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Laufe mit ihr die Treppen eines Hochhauses in Budapest empor. Oben ist eine Dachterrasse, dort kann man schlafen. Das Budget des Zwangsumtausches erlaubt nur eines, wenn man länger als ein paar Tage bleiben will. Essen oder schlafen. Ich erzähle, dass in naher Zukunft hier an der Zugligetkirche ein Auffanglager sein wird. Und dass sie Geld…
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Nacht. Erste in neuer Wohnung. Baustelle. Hornisse. Holzdecke. Allein. Besen. Du sollst nicht töten. Erdrückung. Fällt. Fällt hinter Schrank. Warten. Lauschen. Stille. Naturschutz. Du sollst nicht töten. Hohe Decke. Wie mit Glas und Papier hantieren? Licht löschen. Weg finden. Lattenrost. Matratze. Kopf. Kissen Sinken Da. Sirren. Im Nacken. Hornisse lebt ———————————————– In Erwartung des dem…
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„Herr Schafheutlin, ich möchte Sie etwas fragen.“ Ob es genügt?“, fragte er zurück. „Was genügt?“ „Das hier -und alles.“ Sie stotterte ein wenig. „Wie Sie leben. Wie ein Tag vergeht, und der nächste und ein Jahr… Ist es das, was sie sich vorgestellt haben, als sie anfingen?“ Er sah sie verständnislos an. „Wo? In Neustadt?“…
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„Ferner gibt es Arme und Reiche in unserem Haus, Helle und Dunkle, Unterdrücker und Unterdrückte, Hungrige und Satte, Ausbeuter und Ausgebeutete, Kluge und weniger Kluge, Gemäßigte und Radikale, es gibt wenige, die haben fast alles, und viele, die haben fast nichts. Es wimmelt da nur so von Widersprüchen, und seit mehreren hundert Jahren ist Krach…
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„Wie man hineingerät, ist die eine Frage, was einem bleibt, eine andere. Und da ist die Pritsche, da ist die Tür, in meines Vaters Haus sind viele Wohnungen.“ Rummelplatz – Werner Bräunig
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„Zum Beispiel: der Verpackungsautomat. Den bedient eine Frau, acht Stunden jeden Tag, achtundvierzig die Woche, diese seit elf Jahren, ob die Kinder krank sind, der Mann vermisst wird, jemand den Nobelpreis ablehnt, und plötzlich siehst du: sie ist eingegangen in dieses Ding, ist Teil geworden, hat sich amortisiert mit ihm, und du kannst nun hingehen…