Kategorie: Belletristik

  • „Ab jetzt ist Ruhe“ von Marion Brasch. Rechteckige Häuser, gerade Straßen, Sülze, Wochenaufbewahrung- bekannte Materie. Das Intellektuellenmilieu in dem sich bald alle Braschkinder bewegen-unbekannte Materie. „Fleckenverlauf“ von Terezia Mora begonnen. Präzise, schnörkellose Sprache. „Nicht sterben“ gehört zu meinen Lieblingsbüchern. Das ich Kertesz parallel lese macht es doppelt interessant. Mora bezieht sich auf „Letzte Einkehr.“ Proust:…

  • Zum Vaterspiel/Josef Haslinger Da wo die Judenverfolgung in Litauen thematisiert wird, wird es unerträglich dicht.

  • “ Man bringt einen erstklassigen Autor um, weil er sich nicht manipulieren, für das System gebrauchen lässt; er wird ausgegrenzt, abgesondert, und ich kann jetzt schon eine furchtbare Tragödie an seinem Gesicht ablesen. Die ganze Nacht hat mich dieses Gesicht begleitet.“ Imre Kertesz “ Letzte Einkehr“

  • Ich verlasse das Zimmer! Panische Schritte. Treppe vibriert Ungebärdiges Stampfen Hitzige Rufe: Warte! Gleich! Noch nicht! Hastiges Türenschlagen. The sound of Covid

  • Die Katze klagt. Eine Seite reisst mit metallischem Ton. Der Klavierstimmer flucht. Die Hunde bellen. Klaviertöne angeschlagen Die Heizung rauscht. Messenger liefern Melodien. Brauchst du was? Cappucino ! Immer!

  • “ Auch die Lüge muss gut gemacht sein, damit man sie glaubt , denkt Katharina in ihrer Berliner Nacht, da sie allein in ihrer Wohnung sitzt. Lüge als die Gestalt, in der die Macht der Machtlosen auftritt. „

  • Kairos habe ich da, aber wo? Nicht hier in dem kleinsten Zimmer des Hauses. Hier haben nur die aktuellen Lektüren Platz. Es ist fast Mitternacht. Ich versuche die knarrende Treppe nach oben nicht knarren zu lassen. Der Strauchbasilikum verströmt sich in einem atemberaubenden Duft. Die Katze liegt auf der Schwelle. Wie ein Orakel an dem…

  • Keats berührt mich sehr. Es war eine lange Suche notwendig um überhaupt etwas von Blake und Keats im Bestand der Bibliothek ausfindig zu machen. Statt dessen fülle ich den Korb für Karla auf: Dickens, Austen und Kathrin Mansfield. Der Morgen graut. Die Wärme der Bettdecke, der Duft des Kaffees, die Farbe des Himmels und die…

  • „Wir machen uns nicht immer klar, welch großen Einfluß die Literatur auf den Geist ausübt, daß sie die Macht hat, die mythische Intensität ihrer eigenen Phantasiewelt auch auf unsere realen Erfahrungen zu übertragen.“ John Cowper Powys stellt sich in „Kultur als Lebenskunst“ in einer Stelle zwei Menschen in einer U Bahn vor. Beide fahren durch…