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  • März 29, 2025

    Morgensonne flutet über  den Dielenboden. Ich werde  Bücher horten, ausnahmslos solche, die wirklich  etwas zu sagen haben. Das wird mein Wasser und Brot Vorrat sein, für den Winter, der bereits angebrochen ist.

    Šehić schreibt:  “ Ohne ersichtlichen äußeren Reiz schreckte ich aus der hypnotischen Trance auf. Was sich vor meinem Auge befand war eine Tinktur aus Dunkelheit, etwas ganz persönliches. Ich verirrte mich sofort in der Finsternis, entfernte mich vom Ledersessel, während die Panik mir eine schwarze Billardkugel in den Mund stopfte. Wie ein Mondsüchtiger taumelte ich durch die Gegend und berührte mit den Händen vorsichtig verschiedene Gegenstände, aus Angst, zu fallen und mit dem Kopf an einen unbekannten scharfen Gegenstand zu stoßen. Schlafwandeln war dies wohl kaum, denn mein Bewusstsein lief auf Hochtouren.

    Meine Füße wurden schwer, mein Schritt war der einer besiegten Armee.“ 

    “ Als ich auf die Knie fiel, berührten meine Hände etwas Weiches, Vertrautes. Ich erkannte es:  Gras. Duftendes sauberes Gras.“

    “ Es ist unvergleichlich das Gras. Nichts und niemand ist so hartnäckig, noch nicht einmal der Regen, der an den Händen fühlbar ist wie trauriger Himmelssand. Ich schaue ihm zu, wie es unter dem Schnee atmet, während mich seine Farbe noch mehr von der Unvergänglichkeit dieser Welt überzeugt, völlig egal, wie sehr uns die heiligen Bücher das Gegenteil einreden wollen. 

    “ Am Anfang war eine grüne Wolke.“

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  • Sarajevo Notebooks

    März 26, 2025

    Es ist der 26.März und ich lese Beqë Cufaj.

    Ich weiß so vieles nicht.

    Dass es geht, dass es heute Möglichkeiten gibt, ein versehentlich in bosnisch und kroatischer Sprache  bestelltes Buch trotzdem lesen zu können überrascht mich.

    Ich lese in: Sarajevo Notebooks

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  • März 24, 2025

    Ich verstehe nicht was mit den Büchern los ist.

    Seit John weg ist kommt mir die Sprache permanent zu nah.

    Manchmal muss ich: „Von der Una“ von Faruk Šehič weg legen,

    Ich versuche auseinanderzudividieren wo sich persönliche Erinnerungen, Betroffenheiten und die Begeisterung für Sprache vermischt.

    Warum ich ärgerlich zu P.

    sage: das war mal Jugoslawien und für mich bleibt es das auch. Ich sehe nicht ein diesen Nationalquatsch mitzumachen, auch nicht in der Sprache. Er hatte nachsichtig gelächelt,  als ich Jugoslawien als Land bezeichnet hatte.

    Der Dreh und Angelpunkt ist die Reise nach Deva. Irgendwann in den Neunzigern.

    Ich will Distanz gewinnen, weil es ohne Distanz nicht geht.

    Es ist eine Ernsthaftigkeit in Sehics Texten., eine völlige Unverstelltheit.  Poesie Tiefe Tod Leben, solitär irgendwie.

    Und so verdammt schön.

    ( ich sollte niemals über Bücher schreiben, weil es einfach nie gelingt)

    Ich eise mich von „Von der Una“ los, setze Kopfhörer auf und beginne Ivo Dimchev zu hören, während ich mich den profanen Dingen des Alltags widme und bevor die Nachtschicht beginnt.

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  • März 24, 2025

    Eine Grippe versucht sich in den Körper zu fräsen.

    Kleine blaue Hyazinthen blühen wieder an den Gleisen. Die Krähen haben noch nicht verstanden das Frühling ist.

    In sechs Tagen wird der Account auf kostenlos umgestellt und damit alle Beiträge der letzten zwei Monate gelöscht.

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  • März 23, 2025

    Vielleicht wird das der letzte friedliche Sommer in Deutschland titelt eine überregionale Zeitung.  Es ist Sonntag morgen, durch rötliche Wolken scheint die fahle Märzsonne.

    Trump lebt den feuchten Traum der Rechten. ( stand auch irgendwo)

    Schlangen bevölkern das Kapitel des Buches das ich lese. Symbol der herannahenden Gefahr.

    Im Traum lief ich mit einem Bündel Falschgeld durch Keller ausgebombter Häuser um eine Aufenthaltsgenehmigung zu erstehen.

    Šehić:  “ Von der Una“  Als der Protagonist des Romans das letzte Mal von Schlangen träumte, gewann er im Wettbüro. Etwas Banditenhaftes würde ihnen ( den Schlangen) anhaften.

    Später findet er eine Hornotter und schneidet ihr mit einem Klappmesser den Kopf ab.

    Warum weiß er nicht. Es sei Krieg gewesen, die Schlange ein Zufallsopfer und er habe im Wettbüro des Lebens nur noch auf sich selbst gesetzt.

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  • März 20, 2025

    Platero gebärdet sich derart ungebärdig, dass ich erahnen kann warum der Nachbar ihn im vergangenen Herbst aussetzte. Der Nachbar ist ein älterer Herr, Gärtner mit der Gabe Gärten anzulegen die einen glauben lassen. An Schöpferkraft oder irgendetwas in der Art.

    Platero hat das stumpfe Fell eines Straßenköters, halbblinde Augen, Demut ist ihm fremd. Er reißt alles raus, Grashalme, Krokusse, Winterlinge, Erste Knospen an Linden.

    Mensch du Esel!, rufe ich genervt und beginne ihn zu beladen. Was bleibt mir auch anderes übrig. Fülle die Satteltaschen mit Wasserflaschen, Wörterbüchern, Straßenkarten, Wachs für die Ohren wegen des Schalls.

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  • Für  Sina – Berlin

    März 20, 2025

    https://www.lyrikline.org/de/uebersetzungen/details/25199/17841

    „

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  • “ Ich sagte der neoliberalen Depression Lebewohl“ – Faruk Šehič- “ Von der Una“

    März 19, 2025

    Deshalb jagte ich die futuristischen Landschaften in den Einkaufszentren und die biomechanischen Palmen an den Ufern der Diätmeere zum Teufel, ich lehnte es ab Cocktails zu trinken, gemixt, um Unsterblichkeit des Gesichts und des Geschlechtsteils zu erlangen. 

    Ich sagte der neoliberalen Depression  Lebewohl, denn meine Dämonen lebten mit Sicherheit nicht in der heutigen Welt. Sie werden ihnen Fortschritt anbieten, Wohlstand in streng kontrollierten Staaten, und sie werden es ihnen mit Vergessen bezahlen.

    Ich verzeihe nicht, ich vergesse nicht, ich merke mir alles. Schreiben. heißt sprechen, Reden vor unsichtbarem Publikum halten, dies ist mein eigenes kleines Rednerpult. Ich sehe keine andere Art, um für“ das Recht auf Erinnerung zu kämpfen.

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  • “ Sie werden bedrückt durch Einkaufszentren laufen.. “ und wenn sie gut gemästet sind..“ Faruk Šehič – „Von der Una“

    März 19, 2025

    “ Sie werden mir verzeihen, wenn ich hier gezwungen bin, direkt vom Krieg zu erzählen. Ich weiß, das ist heute nicht so populär wie die Zukunft, in der aber doch nur die Depression ihre Herzen erobern wird. Vorher wird man sie füttern und herumschubsen, und wenn sie gut gemästet sind, sind Sie bereit für das Einpflanzen der Depression in ihre Gnu-Herzen.

    Sie werden bedrückt durch Einkaufszentren laufen, mit verkrampften Schultern und fetten Hintern, und sich nach den Meerjungfrauenkörpern auf den Hologrammplakatwänden sehnen.

    Man will sie anfixen mit dem Vergessen. Sie abtöten.

    Ihre Nerven sind abgestumpft, die Chakren verstopft. Die Zukunft ist da.

    Es lebe die Depression!“

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  • März 19, 2025

    Wenn Häuser sich nachts auf Stummelfüßen weg bewegen wollen, denn sie beginnen sich zu fürchten.

    Wenn nachts Ätherfische durch die geöffnete  Balkontür in den Schlaf der Bewohner dringen und von der Morgensonne aufgesogen werden. (Die Ätherfische werden von der Sonne aufgesogen, die Menschen vom Krieg)

    Wenn “ die unheilbare Frühjahrsmelancholie jeden Gedanken in Beschlag nimmt und jedes Grasbüschel den Flugplan der Insekten durcheinander bringt“, ist man in einem Roman.

    Ich lese von  Faruk Šehić “ von der Una“ und warte auf die Dunkelheit die kommen wird.

    Es ist ein Buch wie eine poetische Sprengladung

    ————–

    Und sonst?:  In Belgrad wurde eine Schallwaffe gegen Demonstranten eingesetzt. Das lassen Videos und Augenzeugenberichte vermuten.

    ———–

    Das Smartphone schlägt mir einen Termin am ersten Tag des Aprils vor. Lass dir das nicht entgehen! Es weiß offensichtlich nicht, dass ich und Mara bereits gebucht haben. ( Und trotzdem nicht hingehen).

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